Nun,  nach einigen weiteren Caipirinhas schlug meine Euphorie plötzlich in eine Art Hass gegen mich um. Ich fing an, mich über mich selbst zu ärgern. Kurzerhand machte ich Otto den Vorschlag, mein ganzes Geld an die Armen in den Favelas zu verteilen. Hilde, die Gott sei Dank nicht so viel getrunken hatte an diesem Abend, wusste geschickt zu verhindern, dass ich mein Vorhaben in diesem Zustand noch in die Tat umsetzte. Am nächsten Tag fragte sie mich, ob ich im Ernst gemeint hatte, den armen Leuten in Rio zu helfen.

Ja, natürlich, sagte ich. Sie versprach mir, sich darüber Gedanken zu machen. Drei Wochen später erhielt ich einen Brief von ihr. Ich glaube, mit diesem Brief hat alles angefangen. Ich werde mich auch künftig dafür einsetzen, dass die Schnapsidee von damals und die Stiftung KIB von heute weiter erfolgreich bedürftigen Kindern in Brasilien zur Seite steht.

Ihr Onorio Mansutti

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