Renascer

Zuerst mussten Medikamente, Nahrungsmittel, je nach Bedarf Baumaterial und letztendlich eine Berufsausbildung organisiert werden, damit nach Ablauf einer gewissen Übergangszeit die Mutter mit ihren Kindern sich den Lebensunterhalt selbst verdienen konnte.

Im Krankenhaus wird die Auswahl getroffen, Psychologen und Füsorger nehmen die Familiendaten auf. Die Familie wird nun, manchmal jahrelang, vom Projekt Renascer betreut.

Das Krankenhaus Lagoa liegt gegenüber dem Parque Lage, einst Privatbesitz des Grafen von Lage, mit Haupt- und Nebengebäuden, wie Bediensteten-Wohnungen, Pferdeställe und Hühnerzwinger.

Im Parque Lage hat nun Dr. Vera Cordeira den Hühnerstall ausgebaut. Dort findet die soziale Behandlung nach dem Krankenhausbesuch statt.

Das von der Familie Empfangene, seien es Medikamente, Lebensmittel, Windeln, Milch, alles ist auf einer Karteikarte verzeichnet und wird vom Empfänger quittiert. Die Mutter erhält Transport-Gutscheine, damit sie am nächst fälligen Tag auch wirklich erscheint - oft fehlt das Omnibusgeld. 

Bis zum heutigen Tag wurden bereits 6'000 Kinder mit ihren Familien betreut. Die Effizienz dieses Programms ist augenfällig.Viele Mütter und Kinder hatten keine Papiere - was die Behandlungsbürokratie erschwert. Dr. Vera Cordeira sorgte auch dafür.

Die Berufsausbildung ist genauso notwendig wie Essen und Medikamente - Renascer hat aus eigenen Fehlern gelernt, welche Berufe die meisten Verdienstmöglichkeiten bringen und vor allem, welche Berufe von diesen kaum alphabetisierten Müttern ausgeübt werden können. Anfangs hat man sie an Computer gesetzt: ein Fiasko. 

Nach den eigenen Wünschen befragt, gaben die Mütter dann an Maniküre oder Friseur. Eine weitere Möglichkeit ist Küche und Kunsthandwerk. Renascer hat eine sehr schöne Werkstatt, wor T-Shirts hergestellt werden, Taschen, Stoffpuppen, Schmuck, usw.

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